Alles in Buddha

(hhw) Eigentlich kennen wir ihn doch, meist aus unserem bevorzugten Chinarestaurant – den goldigen Dickbauch, der immer so gut drauf ist. Wir nennen ihn schlicht Buddhafigur. Aber was wissen wir über ihn tatsächlich?

Spätjahr 2007. Das Inspiration-Team erhält den Auftrag, zu einem Fasnachtswagen der Ketscher FIDES-Klinik einige Plastiken beizusteuern. Traditionell vertraut man hier auf die Speyerer Skulpturenbauer. Thema ist China. Also muss Buddha her.

In einem Asialaden wird Hannelore Wenger, Geschäftsführerin von Inspiration, fündig. Dort erhält sie nicht nur drei detailgenaue Miniaturen, quasi als Bauvorlage, sondern auch profunde Auskunft. Der kleine Dicke ist eigentlich Pu-Tai, ein lebenslustiger Bettelmönch. Und nur, weil sich Pu-Tai ähnlich spricht wie das chinesische Wort für Buddha, ist er zu dessen Sinnbild geworden.

Im Maßstab 1 : 300 entstehen beeindruckende Styropor-Pu-Tais, gute anderthalb Meter groß. "Je nach dem, was er in den Händen hält, steht er für Wohlstand, Liebe, Glück –  perfekte Symbole zur Fastnacht", begeistert sich Dieter P. Wenger, Chefdesigner von Inspiration. Glück hat der Mops den Skulpturen-Profis jedenfalls gebracht. Beim Kurpfälzer Fastnachtzug 2008 wurde der FIDES-Wagen als einer der besten ausgezeichnet. Motto übrigens: Die gelbe Gefahr.

Betrachtet man den fülligen Pu-Tai, geht die wohl oft auch von chinesischen Buffets aus.